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respAct-Mindset #2

26. Feb.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 27. Feb.

Führung ist eine Zu-mutung

Führung ist eine Zumutung. Zumutung im besten Sinne des Wortes. Denn wer führt, mutet sich selbst etwas zu – und anderen auch. Das klingt unbequem. Und das ist es auch.


Menschen etwas zu-muten


Die zwei Seiten der Zu-mutung

Im Wort Zu-mutung steckt mehr als nur Belastung. Es bedeutet:

  • Sich selbst Mut zusprechen

  • Anderen Mut zutrauen

Genau darin liegt die Essenz moderner Führung.

  • Führung heisst nicht, es allen recht zu machen.

  • Führung heisst nicht, Konflikte zu vermeiden.

  • Führung heisst nicht, jede Unsicherheit aus dem Weg zu räumen.

  • Führung heisst, Menschen etwas zuzutrauen, was sie sich selbst vielleicht noch nicht zutrauen.

Und das ist eine Zumutung.


Sich selbst Mut zumuten

Wer führt, steht im Licht. Entscheidungen werden sichtbar. Fehler auch.


Führungskräfte müssen:

  • Unvollständige Informationen aushalten

  • Ambivalenzen tragen

  • Unpopuläre Entscheidungen treffen

  • Widerspruch zulassen


Das braucht Mut. Es braucht den Mut,

  • nicht perfekt zu sein,

  • nicht alles zu wissen,

  • nicht immer gemocht zu werden.

Führung bedeutet, Verantwortung nicht nur formal zu tragen, sondern emotional.

Und genau das ist die erste Zu-mutung:Sich selbst der Unsicherheit auszusetzen.

Anderen Mut zutrauen

Die zweite Zu-mutung ist noch anspruchsvoller: Menschen wachsen zu lassen.

Das heisst konkret:

  • Verantwortung abgeben, bevor man ganz sicher ist

  • Feedback geben, damit Entwicklung möglich wird – auch wenn es unbequem ist

  • Leistung einfordern

  • Klarheit schaffen


Viele Führungskräfte verwechseln Harmonie mit Wertschätzung. Doch echte Wertschätzung zeigt sich nicht im Schonraum, sondern im Vertrauen. Wertschätzung und Respekt ist gerade dann wichtig, wenn schwierige Themen anzusprechen sind.

Wer jemandem nichts zumutet, traut ihm nichts zu. Und wer nichts zutraut, verhindert Wachstum.

Warum wir Führung oft vermeiden

In einer Welt, die Sicherheit verspricht und Komfort priorisiert, wirkt Zumutung fast altmodisch.

  • Doch Organisationen brauchen Reibung.

  • Teams brauchen Orientierung.

  • Menschen brauchen Herausforderungen.

Führung ohne Zumutung wird schnell zu Verwaltung. Und Verwaltung schafft keine Zukunft.

Die Kunst der konstruktiven Zumutung

Natürlich geht es nicht um Überforderung. Nicht um Druck. Nicht um autoritäre Härte.

Konstruktive Zumutung bedeutet:

  • Klare Erwartungen

  • Echte Verantwortung

  • Offene Kommunikation

  • Verlässliche Unterstützung

Es ist das Zusammenspiel von Fordern und Fördern. Zu viel Schonung hemmt. Zu viel Druck bricht. Gute Führung erkennt den Unterschied.

Fazit: Führung ist Beziehung mit Anspruch

Führung ist kein Beliebtheitswettbewerb. Sie ist ein Beziehungsangebot mit Anspruch.

Wer führt, sagt: „Ich sehe dein Potenzial. Und ich mute dir zu, es zu entfalten.“

  • Das ist unbequem.

  • Das ist mutig.

  • Und genau deshalb ist es wirksam.


Denn am Ende ist Führung keine Positionsbeschreibung. Sie ist eine Entscheidung.

Eine Entscheidung für Verantwortung. Für Klarheit. Für Entwicklung.

Und für die Zu-mutung.



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